Biogas Wipptal setzt auf einzigartige Technologie für den Gewässerschutz

Biogasanlagen verarbeiten Mist und Gülle mittels Gärverfahren zu Dünger und erzeugen damit gleichzeitig erneuerbare Energie. Eine Überdüngung der Hofflächen kann damit vermieden werden, wodurch unser Grundwasser geschützt wird. Biogas Wipptal unterscheidet sich von herkömmlichen Biogasanlagen und reinigt den extrahierten Wasseranteil der Gülle mittels des einzigartigen Systems der Umkehrosmose so sauber, bis das Wasser schadstofffrei dem örtlichen Bach zugeführt werden kann. Der daraus gewonnene feste Bestandteil aus Mist und Gülle wird vergoren und zu Bio zertifizierten Düngerpellets und zu Flüssigdünger verarbeitet.

So arbeitet die Biogasanlage Wipptal

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Dekarbonisierung

Um die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, dürfen global nur mehr rund 355 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht werden. Das ist ein ambitioniertes Ziel. Beim aktuellen Verbrauch ist dieses CO2-Budget bereits in knapp acht Jahren erschöpft. Die Europäische Union hat ein klares Bekenntnis zur Dekarbonisierung abgegeben und unterstützt Biogas Wipptal im Kampf gegen CO2, welches durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird.

Ammoniak hat in diversen Bereichen der Technik eine große Bedeutung. Der größte Teil des Ammoniaks wird für die Herstellung von synthetischen Düngemitteln, dem sogenannten Kunstdünger verwendet. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass die Herstellung von Ammoniak, einen signifikanten Teil der globalen CO2-Emissionen verursacht. So werden pro Tonne erzeugten Ammoniak, ca. 1,9 t CO2 freigesetzt. Weltweit verursacht die Herstellung von Ammoniak ca. 2 % der gesamten CO2-Emissionen. Dies entspricht in etwa 1.000.000.000 Tonnen CO2. Der weltweite Strassengüterverkehr verursacht vergleichsweise 1.200.000.000 Tonnen.

Biogas Wipptal kann mit seinem organischen Dünger aus natürlicher Herstellung,
den nötigen Einsatz von Kunstdünger aus Ammoniak reduzieren. Dadurch ergibt sich
ein Einsparungspotenzial von bis zu 3.000.000 kg CO2 im Jahr.

Durch die Produktion von rund 9.000 kg Bio-LNG am Tag, können rund 100 LKWs nahezu CO2 neutral benützt werden. Ein durchschnittlicher LKW stößt rund 900 g/km aus. Bei einer mittleren Kilometerleistung von 100.000 km im Jahr werden ca. 90.000 kg CO2 durch Verbrennung fossiler Energieträger je LKW freigesetzt. Bei einer angenommenen Anzahl von 100 LKWs können durch die Nutzung von Bio-LNG rund 9.000.000 kg an CO2 aus fossiler Verbrennung eingespart werden.

Durch die regionale Produktion von natürlichem Kohlendioxid kann ebenfalls ein beträchtlicher Anteil an CO2 Emissionen eingespart werden. Ein Teil der gewonnenen Kohlensäure wird in -79 °C kaltes Trockeneis umgewandelt. Eine neue Form der Transportkühlung auf rein natürlicher Basis wird dadurch geschaffen. Gerade mit dem Einzug neuer Antriebsformen für Nutzfahrzeuge, wie LNG und Wasserstoff, werden Diesel betriebene Kühlaggregate zunehmend unattraktiver. Trockeneis gewährleistet nicht nur eine nahtlose Kühlkette auf natürlicher Basis, sondern ist auch im Gegensatz zu Kühlaggregaten geräuschlos. Durch Trockeneis kann ein durchschnittlicher CO2 Ausstoß von rund 6,5 kg/Stunde vermieden werden. Bei einer angenommenen Anzahl von 50 LKWs mit Trockeneiskühlung, können dadurch jährlich ca. 40.000 kg CO2 Ausstoß vermieden werden.

Biogas Wipptal hat insgesamt die Kapazität, vorwiegend im Bereich der Landwirtschaft und im  Transportsektor, eine CO2 Einsparung von rund 12.040.000 kg zu erwirken.